Kursdetails

Jack London – Abenteurer und Schriftsteller Vortrag zum 150. Geburtstag und 110. Todestag

Der US-amerikanische Schriftsteller Jack London ist bis heute vor allem durch seine berühmten Tier- und Abenteuergeschichten wie Wolfsblut („White Fang“) oder Der Ruf der Wildnis („The Call of the Wild“) bekannt. Doch sein Werk reicht weit darüber hinaus.


Geprägt von einem entbehrungsreichen Leben war London ein aufmerksamer Beobachter sozialer Wirklichkeit. In seinem 1903 erschienenen Bericht Menschen des Abgrunds („The People of the Abyss“) schildert er eindrücklich die Lebensbedingungen im Londoner East End. Als einfacher Arbeiter getarnt recherchierte er mehrere Wochen lang in den Slums. Das Werk gilt als früher und bedeutender Beitrag zum sozialkritischen und investigativen Journalismus.


London setzte sich intensiv mit gesellschaftlichen Fragen auseinander. Er kritisierte soziale Ungleichheit, Ausbeutung und Kinderarbeit und zeigte großes Interesse an politischen und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Seine Überzeugung, dass gesellschaftliche Verhältnisse veränderbar sind, prägt viele seiner Texte.


Auch sein Nachleben war nicht frei von Kontroversen: In Deutschland wurden seine Werke 1933 von der NSDAP verboten und verbrannt. In den USA gerieten seine sozialkritischen Schriften insbesondere während des Kalten Krieges ins Fadenkreuz des FBI. Insgesamt finden seine gesellschaftskritischen Seiten bis heute oft weniger Beachtung als seine Abenteuerliteratur.


Der Bobenheim-Roxheimer Heimat- und Naturkundler Klaus Graber hat sich intensiv mit Leben und Werk dieses vielseitigen Autors beschäftigt. In einem biografischen Vortrag lädt er dazu ein, Jack London neu zu entdecken und einen differenzierten Blick auf sein literarisches Schaffen zu werfen.

Kurstermine 1

Insgesamt gibt es 1 Termine zum diesen Kurs
Datum Ort
1 Freitag  •  20.11.2026
18:30 - 20:00 Uhr
Heimatmuseum
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